Verfasst von: RG | 14. September 2015

Abenteuer – warum eigentlich nicht?

Sind Abenteuer im Zeitalter von Smartphones, Navis, Googlemaps und Co. überhaupt noch möglich?

IMG_20150912_115228Mit einem klaren „Ja“ auf den Lippen startet eine kleine Gruppe von mutigen Abenteurern am Freitag in Gersfeld. Auf unseren Rücken befanden sich Rucksäcke mit allem was man eben so braucht: Schlafsäcke, Zeltplanen, ein wenig Essen und etwas Wasser.

Wir zogen um kurz nach 19 Uhr Richtung Süden los. Als erstes mussten wir auf einem schmalen Pfad vorbei an den Schrebergärten wandern, dann stießen wir wieder auf einen breiteren, befestigten Weg, der uns direkt in den Speckgürtel Gersfelds, nach Sparbrod, führte. Wir durchquerten den Ort zügig und folgten der Handelsstraße weiter nach Süden zur Töpfermühle. Dort beschlossen wir uns nach Osten zu wenden, um von der Bergspitze des Simelsberges ein Blick über nähere Umgebung zu erhaschen.

Wir stampften den immer steiler werdenden Hang bis nach Rodenbach hinauf . Ohne den Ort näher zu besichtigen, wanden wir uns wieder gen Süden und setzen unsere Reise fort. Der Berg, unser Ziel, lag somit wieder zu unser Linken. Wir nutzten auch gleich die erst beste Gelegenheit uns schlugen einen schmalen Waldweg nach links ein.

Nach einiger Zeit stellten wir fest, dass der Weg eher um den Berg herum führte und nicht hinauf. Wir mussten also wieder zurück auf den ursprünglichen Weg. Langsam fing es allerdings schon an zu dämmern. Wenn wir uns noch einen Unterschlupf bei Tageslicht suchen wollten, mussten wir uns beeilen.

Zügig folgten wir wieder der Straße gen Süden. Nach wenigen Schritten bot sich uns erneut die Möglichkeit den Weg gen Osten, hangaufwärts zu verlassen.

Wir folgten nun einem schmalen Weg in schlangen Linien den Berg hinauf. Der Weg wurde immer verwachsener und auch das Tageslicht nahm immer schneller ab.

Der Weg wurde immer mehr zum Trampelpfad, bis er kaum noch mehr als ein Wildwechsel war. Im letzten Schein des Sonnenuntergangs erreichten wir schließlich die Bergspitze.

Wir bauten unser Lager im Schutz einiger Bäume auf, während ein anderer Teil der Gruppe schon anfing das Abendessen IMG_20150912_090306 - Kopiert– Nudeln – auf Spirituskochern zu zubereiten. Außerhalb der Bäume fegte ein bitterkalter Wind über die Bergkuppe, dennoch wurde man mit einer wunderschönen Aussicht bis nach Fulda oder zum Monte Kali belohnt!

Nach einer warmen Mahlzeit und mit gut gefülltem Magen legten wir uns schließlich zur Ruh.

Am nächsten Morgen weckten uns die ersten Sonnenstrahlen. Wir wühlten uns aus unsern Schlafsäcken und setzten gleich Wasser auf, um Kaffee, ein Luxusgut der Zivilisation unserer fernen Heimat, zu genießen.

IMG_20150912_090639_1 - KopiertDie Aussicht die uns im Licht des Morgens bot war herrlich: Wir blickten auf Gersfeld herab und konnten noch die Ebersburg erahnen. Dahinter begann das Nebelmeer, welches auch Fulda bedeckte.

Wir beschlossen uns nun Richtung Westen zu wenden um den schwarzen Fels des Nallenberges zu erkunden.

Wir mussten den gleichen Weg zurück, den wir nach oben genommen hatten, vorbei an Rodenbach bis zur Töpfermühle. Hier ging es dann wieder hinauf vorbei an Rengersfeld.

Langsam wurde die Sonne immer heißer, sodass uns schließlich die letzten Tropfen Wasser beim Durststillen ausgingen. Zum Glück konnten wir unsere Trinkschläuche bei der Alten Ziegelei auffüllen.IMG_20150912_131546

Als wir die breiten Wege der kartierten Welt erneut verließen, war es schon Mittag geworden. Wir zogen aber noch den Forstweg hinauf bis zum Nallensee um dort in aller Ruhe unsere Mittagsbrotzeit einzunehmen.

Der Nallensee mit der Felsklippe im Hintergrund bot ein einmaliger Anblick in unserer Mittagspause.IMG_20150912_134109

Nachdem unser Bäuche wieder gut gefüllt waren, wollten wir es wagen den Berg zu erklimmen. Auf einem sehr schmalen und steilen Wanderpfad ging es Schritt für Schritt aufwärts entlang an einem Drahtseil.

Der Ausblick, der uns auf halber Höhe bot war schon atemberaubend. Doch auf dem Gipfel des Berges sollten wir noch mehr belohnt werden.IMG_20150912_145601

Nach einer kleinen Pause und einem kräftigen Schluck aus der Wasserflasche ging es dann wieder auf einem anderen Wanderpfad hinab.IMG_20150912_144050

Wir wanden uns dann gen Westen um vorbei an der Hohen Geis Richtung Horstberg unsere Reise fortzusetzen.

Wir schlugen unser Nachtlager diesmal im Hellen am Rande eines Waldstückes auf. Dort kochten wir uns einen dicken Bohneneintopf mit Zwiebeln und Karotten auf unserm Kocher. Der Eintopf schmeckte köstlich.

Langsam wurde es wieder dämmrig und es fing leicht an zu tröpfeln. Aber wir bekamen einen Überraschungsbesuch und wurden noch ein wenig mit Chips und Cola gestärkt.

Die Ersten von uns waren schon eingeschlafen als der Regen erneut zunahm. Leider wurden einige von uns so durchnässt, dass wir das Lager abbrachen und weiterreisen mussten, mitten in der Nacht.

Wir stolperten den Hang hinab durchs Unterholz und stießen schließlich wieder auf einen festen Weg, der uns direkt nach Hettenhausen führte: Wir waren gerettet. Durchnässt, aber glücklich über das geschaffte Abenteuer erreichten wir unser Zuhause.

Wenn du auch Lust auf Abenteuer hast, dann besuche uns doch mal!

Gut Pfad !

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